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In dieser Welt finden wir alles, jeden Tag. Neid, Argwohn, Freude, Angst, Liebe, Hass und Vertrauen. Über unseren Verstand sortieren wir das, was wir sehen und erleben, in bestimmte Gruppen ein. Wir etikettieren gedanklich alles was geschieht.

Beispiel:
Ich sehe jemanden mit herunterhängenden Mundwinkeln und bewerte: „Der ist schlecht gelaunt.“ Oder: Ich verspüren etwas, wie z.B. Herzklopfen und gebe dem Gefühl einen Namen, z.B. Aufregung oder Angst. Dieses Gefühl ist meine Auffassung. Mein Herz könnte natürlich auch aus einem andern Grund schneller schlagen. Doch nun hat das Gefühl einen Namen.
Ist diese Gefühl unangenehm bekommt es das Etikett „böse“ , empfinde ich es als angenehm und möchte es gerne weiterhin haben erhält es das Etikett „gut“. Diesen Vorgang  nennen wir „bewerten“.

Zitat aus einem Shakespeare-Stück: „Nichts ist von sich aus gut oder böse. Erst das Denken macht es erst dazu.“

Das heißt, wenn wir uns fröhlich sind und unser Herz sich frei und leicht anfühlt, dann haben wir keine belastenden Gedanken, z.B. sorgenvolle Gedanken über unsere Gesundheit und die der Kinder, Gedanken darüber warum mein Partner so ist und nicht anders und ob es Sinn macht bei ihm zu bleiben. Keine Schreckensszenarien  über die Zukunft, dass wir vielleicht unter der Brücke landen könnten, wenn wir nicht genug Geld verdienen.
Wenn wir aber wütend, traurig, ärgerlich oder ängstlich sind, finden sich mit Sicherheit Gedanken, die diese unerwünschten Gefühle auslösen.
Beispiel:
Wenn Ihr Kind nicht zur vereinbarten Zeit nach Hause kommt und auch am Handy hören Sie nur die „Hinterlassen Sie mir eine Nachricht-Meldung“, dann schaffen Sie es vermutlich, sich innerhalb von Minuten einen Thriller im Kopf zu kreieren.
Die Gedanken darüber, was alles passiert sein könnte, lösen  biochemische Prozesse im Körper aus und sind als Gefühle spürbar.
Also, das Drama, was Sie über Ihre Gedanken erschaffen und sich bildhaft vorstellen  z.B. das ihr Kind irgendwo allein und leidend ist, ist nicht real und trotzdem fühlen sie den Schmerz als wäre es so.
Fazit:
Unser Gehirn kann nicht zwischen real und „nur gedacht“ unterscheiden. Gefühle überfallen uns nicht einfach so, sondern sie haben immer einen Auslöser und das sind unsere Gedanken, die wir als WAHR einstufen, also denen wir zu 100% glauben.
Die Hirnforschung belegt, dass wir täglich zwischen 60.000 und 80.000 Gedanken denken, die meisten ziehen vorbei, es bleiben die, die wir für wahr halten.
Wenn ich also glaube, dass mein Partner liebevoller sein sollte als er es ist und meine Kind weniger Zeit am Computer und dafür mehr Sport treiben sollen, werde ich mit Sicherheit eine Art von Stress verspüren.
Wer möchte solche Gedanken nicht gerne loslassen? Wie schön wäre es, wenn es einen Gedanken-Radiergummi gäbe – Gedanken einfach wegradieren.
Gedanken einfach nicht mehr zu denken ist kaum möglich.
Ein kleiner Test:
Versuchen Sie mal nicht mehr an einen rosa Elefanten zu denken. Alles klar! Was taucht auf: der rosa Elefant.
Je angestrengter wir versuchen einen Gedanken nicht mehr zu denken, desto stärker taucht dieser Gedanke auf.
Wie schließt man nun Frieden mit seinen Gedanken?
Es gibt eine Methode, die ich für besonders gut halte, um stressauslösende Gedanken zu finden und zu hinterfragen.
THE WORK wurde von der in Südkalifornien geborenen Byron Katie vor vielen Jahren entwickelt und verhilft seitdem Menschen auf der ganzen Welt, Frieden mit ihren  stressauslösenden  Gedanken zu schließen. Und mit den stressigen Gedanken verschwinden auch die stressigen Gefühle.